Schloss-Blumenfeld-1851

Blumenfeld und sein Schloss

Das Städtchen liegt auf einem Bergrücken, einem ehemaligen Umlaufberg der Biber. Burg und Stadt bildeten eine wehrhafte Einheit, die nur über einen einzigen Zugang mit Brücke und Tor zu erreichen war. Die Burg lag im Westen, der Häuserring mit seiner Rückseite bildete gleichzeitig die wehrhafte Stadtmauer.

Zwischen der Pfarrkirche St. Michael und dem Burgtor öffnete sich der Marktplatz. Durch die ideale militärische Lage mit allseits steil abfallenden Hängen war Blumenfeld fast uneinnehmbar.

Schloss 1

  • 11. Jh. – Eine erste Burganlage entstand an der Stelle des heutigen Schlosses
  • 1362 – Erste Nennung der Burg
  • 14. Jh. – Die Herren von Klingenberg erweitern die Burg
  • 1499 – Zerstörung der Burg durch die Eidgenossen
  • ab 1511 – Die Deutschordenskommende Mainau, seit 1488 im Besitz von Blumenfeld, ließ das jetzige Schloss als repräsentativen Amtssitz des mainauer Obervogts erbauen
  • 1515 – Der Südflügel des jetzigen Schlosses entstand auf den rechteckigen Grundmauern des alten Palas. Bauherr: Wolfgang von Klingenberg

Schloss 2

  • Bauherr: prachtliebender Mainauer Deutschordenskomtur Werner Schenk von Stauffenberg
  • 1511 – 1805/1806 – Amtssitz und Wohnung der Mainauer Obervögte der Herrschaften Blumenfeld und Tengen-Hinterburg
  • 18. Jh. – Schloss in einem baufälligen Zustand
  • 1759 – 1762 – Renovierung: neue Fenster und Öfen
  • 1815 – Nötigste Reparaturen durch den badischen Staat
  • 1807 – 1857 – Sitz des Bezirksamtes Blumenfeld
  • 1857 -1864 – Amstgericht mit Wohnung für Amtsrichter

Schloss 3

  • 1864 – Der badische Staat verkaufte das Schloss an die Freiburger Kurie, die dort bis 1874 die „Arme Kindererziehungsanstalt zum Hl. Joseph“ betrieb
  • 1874 -1876 – Das Schloss stand leer und verfiel
  • 1876 – 13 Gemeinden bildeten einen Spitalverein, um darin ein Armen- und Krankenhaus einzurichten
  • 1975 – Die Bevölkerung leistete über 5.000 Arbeitsstunden zur Rettung des Schlosses
  • 1980 – Abriss der einstöckigen Bauten aus dem 19. Jh.
Stadttor
Stadttor

Schloss 3

  • 1864 – Der badische Staat verkaufte das Schloss an die Freiburger Kurie, die dort bis 1874 die „Arme Kindererziehungsanstalt zum Hl. Joseph“ betrieb
  • 1874 -1876 – Das Schloss stand leer und verfiel
  • 1876 – 13 Gemeinden bildeten einen Spitalverein, um darin ein Armen- und Krankenhaus einzurichten
  • 1975 – Die Bevölkerung leistete über 5.000 Arbeitsstunden zur Rettung des Schlosses
  • 1980 – Abriss der einstöckigen Bauten aus dem 19. Jh.
5000-Stunden

5.000 Freiwilligenstunden zur Rettung des Schlosses

Landrat Dr. Maus appelliert im Rahmen der Kundgebung zum Schätzele-Markt 1975 an die Bürger von Tengen und Teilgemeinden, das vom Verfall bedrohte Schloss Blumenfeld in Freiwilligenaktion zu sanieren. In den Jahren 1976 – 1978 legten die Einwohner:innen der Ortschaften Hand an, um die alte Baussubstanz zu erhalten.

Mit einem staatlichen Zuschuss und dem Geld des Landesdenkmalamtes Freiburg konnten danach 42 Altenheimpflegeplätze realisiert werden.

Schloss 4

  • 1980 -1983 – Neubau des Altenheimtraktes im Stil des Mittelalters mit zwei neuen Treppentürmen
  • 1980 – 1998 – Schlossteil-Sanierung: Dächer und Innenrenovierung
Broschuere-Altersheim
Altersheim
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