Jubiläumsausstellung „Ohne euch kein Schloss„

25.07. – 06.09.26 | kostenfrei
Vernissage am Samstag, 25. Juli
Ein Raum ohne Menschen ist zunächst nur ein Raum.
Die Fotografien dieser Ausstellung zeigen Schloss Blumenfeld in einem ungewohnten Zustand: still, leer und scheinbar unbelebt. Räume, in denen sonst gearbeitet, diskutiert, gelacht, musiziert oder gemeinsam gegessen wird, erscheinen als Stillleben.
Erst durch das Hören werden sie wieder lebendig. Stimmen, Gespräche, Musik und Alltagsgeräusche füllen die leeren Bilder mit Erinnerungen und Begegnungen. Die Menschen bleiben unsichtbar und sind doch überall präsent.
“Ohne euch kein Schloss” macht erfahrbar, dass ein Zukunftsort nicht allein aus Mauern besteht. Es sind die Menschen, die ihn mit ihrem Engagement, ihren Ideen und ihrer Zeit Tag für Tag gestalten und mit Leben füllen.
Die Ausstellung ist Teil des künstlerischen Projekts “Im Werden”, das anlässlich des fünfjährigen Jubiläums von Schloss Blumenfeld entstanden ist. Während das Buch die Entwicklung des Schlosses zum Zukunftsort, Begegnungsraum und Reallabor dokumentiert, richtet die Ausstellung den Blick auf das, was sich kaum fotografieren lässt: Gemeinschaft. Gemeinsam erzählen Buch und Ausstellung die Geschichte eines Ortes, der nicht fertig ist, sondern sich durch die Menschen, die ihn gestalten, immer wieder neu entwickelt.
Als Fotografin und Künstlerin beschäftigt sich Jennifer Janowski (34) mit den Themen Gemeinschaft, Identität und gesellschaftlicher Wandel. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Orte im Prozess, Räume, die sich durch Begegnung, Beteiligung und gemeinsames Handeln
verändern.
Mit den Projekten Im Werden und Ohne euch kein Schloss verbindet sie dokumentarische Fotografie mit einem künstlerischen Blick auf das Unsichtbare. Ihre Arbeiten fragen danach, wodurch Orte Bedeutung erhalten und wie Gemeinschaft erfahrbar werden kann. Nicht die Architektur allein steht im Mittelpunkt, sondern die Menschen, die Räume mit Leben füllen und ihnen durch ihr Engagement immer wieder eine neue Identität verleihen.
Die feierliche Eröffnung der Ausstellung findet im Rahmen des großen Jubiläumsfests von Schloss Blumenfeld statt. Neben den visuellen und akustischen Eindrücken erwartet die Besucher ein ganz besonderes Highlight: Das begleitende Buch Im Werden wird offiziell vorgestellt und lädt dazu ein, noch tiefer in die fünfjährige Geschichte und die visionäre Entwicklung des Schlosses als Zukunftsort einzutauchen.
Im Anschluss an das Jubiläumsfest ist die Ausstellung noch bis einschließlich zum 6. September geöffnet und kann zu den regulären Zeiten des Schlosscafés oder nach Vereinbarung besucht werden.
Wir laden Sie herzlich ein, im Schloss Blumenfeld vorbeizuschauen und die einzigartige Verbindung von Fotografie, Ton und gelebter Gemeinschaft selbst zu erleben.




IM WERDEN – Der Zukunftsort Schloss Blumenfeld
Im Werden erzählt die Geschichte der ersten fünf Jahre von Schloss Blumenfeld als Zukunftsort, Begegnungsraum und Reallabor. Aus einem lange leerstehenden Schloss ist durch gemeinschaftliches Engagement ein lebendiger Ort für Kultur, Begegnung und gesellschaftliche Innovation entstanden.
Das Buch verbindet Fotografien, persönliche Stimmen und dokumentarische Einblicke zu einem künstlerischen Porträt eines Ortes im Wandel. Es zeigt nicht nur Erfolge und Meilensteine, sondern auch die Herausforderungen, Experimente und Menschen, die diesen Transformationsprozess geprägt haben. Als Jubiläumspublikation dokumentiert Im Werden einen besonderen Moment in der Entwicklung von Schloss Blumenfeld und versteht sich zugleich als Inspiration für andere Initiativen, die neue Wege des gemeinschaftlichen Zusammenlebens und der kulturellen Entwicklung im ländlichen Raum gestalten möchten.
Den Link zum Buch finden Sie hier.
Jennifer Janowski (34) ist Fotografin und Künstlerin. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit den Themen Gemeinschaft, Identität und gesellschaftlichem Wandel auseinander. Im Mittelpunkt stehen Menschen und Orte im Wandel. Dort, wo Begegnungen entstehen, Verantwortung geteilt wird und neue Formen des Zusammenlebens sichtbar werden. Mit einem dokumentarischen und zugleich künstlerischen Blick begleitet sie langfristige Prozesse und macht Entwicklungen erfahrbar, die oft erst im Laufe der Zeit sichtbar werden. Ihre fotografischen Arbeiten verbinden Beobachtung mit erzählerischer Tiefe und schaffen Räume für Reflexion über gesellschaftliche Transformation. Mit diesem Buch dokumentiert sie die ersten fünf Jahre von Schloss Blumenfeld als Zukunftsort. Die Publikation versteht sich als fotografische und erzählerische Momentaufnahme eines lebendigen Prozesses und als Einladung, das Potenzial gemeinschaftlich gestalteter Orte neu zu entdecken.
Jennifer Janowski
www.jenniferjanowski.com


AUSSTELLUNGSFLÄCHE MIETEN
Im alten Teil des Renaissance-Schlosses befinden sich vier ganz besondere und sehr unterschiedliche Räume. Sie haben keine Heizung, viel Charakter und eine wunderschöne Atmosphäre. Zwischen diesen historischen Mauern, an denen sich manchmal fünf verschiedene Zeitschichten erkennen lassen, geben wir Kunst, Design, Handwerk, Forschung und (Bau)kulturvermittlung ihren Raum.
Aus manchen Fenstern ist der Hohenstoffeln zu sehen, einer der märchenhaften Hegauvulkane, und im Schloss wuselt es voller Menschen, die Lust haben gemeinsam die Zukunft und ihr Miteinander zu gestalten. Und genau hier sind wir auf der Suche nach inspirierenden Blicken auf die Welt, Experimentierfreudigkeit und Geschichten mit Herz, die sich mit denen des Ortes verweben lassen.
Bei Interesse, unsere Ausstellungsfläche zu mieten, oder bei Fragen zum Ablauf und den Konditionen melde dich gern bei Vera unter: vera@schloss-blumenfeld.de
RÄUME
Am Denkmal lassen sich verschiedene Zeiten und Fragmente ablesen und es gibt Patina dort, wo Alt auf Neu trifft. Das Unperfekte des Ortes ist seine größte Qualität und lädt zum kreativ werden und gestalten ein.
Ein paar Fakten: Die Räumlichkeiten befinden sich im zweiten Stock, sind erreichbar über eine Treppe und deswegen leider nicht barrierefrei zugänglich. Es existiert noch keine professionelle Ausstellungsbeleuchtung, doch das Tageslicht schafft normalerweise genügend Licht, unterstützend gibt es Decken-Röhrenleuchten. Wir freuen uns über jede Hängungsmöglichkeit, die wiederverwendet wird. Wir möchten so liebevoll wie möglich mit dem historischen Schatz umgehen.
Die Ausstellung kann während Schlosscafé-Öffnungszeiten besucht werden, d.h. alle zwei Wochen sonntags von 14-17 Uhr. Individuelle Führungen können angeboten werden und bei diversen Veranstaltungen sind auch alle herzlich willkommen. Auf- und Abbau wird individuell organisiert und gerne eröffnen wir die Ausstellung mit einer Vernissage, um so den Austausch über Kunst und Kultur aktiv zu fördern.
Es kann keinerlei Haftung für die Werke übernommen werden.


